Das Kirchenjahr

Das Kirchenjahr beginnt abweichend vom Kalenderjahr bereits am 1. Adventssonntag und endet mit dem Christkönigsfest am letzten Sonntag davor. Es handelt sich dabei um ein alljährlich wiederkehrendes Schema. Das Kirchenjahr wird von den Hochfesten Weihnachten, Ostern und Pfingsten geprägt. Der Advent ist die Vorbereitungszeit auf das Weihnachtsfest, die Heiligen 40 Tage (Fastenzeit) jene auf das Osterfest und die Zeit ab Christi Himmelfahrt bereitet auf Pfingsten vor.

Quelle: www.stift-klosterneuburg.at
Quelle: www.stift-klosterneuburg.at

Der Weihnachtsfestkreis beginnt mit dem 1. Adventssonntag. Das Wort „Advent“ leitet sich vom lateinischen „ad-ventus“ ab und bedeutet „Ankunft“. Wir denken dabei an eine dreifache Ankunft Christi: Damals vor über 2000 Jahren als er in Bethlehem geboren wurde. Wir denken an das Kommen Christi am Ende der Zeiten, konkret am Ende unseres Lebens. Und es geht um die Ankunft Jesu heute hier und jetzt.

 

Das Weihnachtsfest ist um das Jahr 335 in Rom entstanden. Der 25. Dezember (Wintersonnenwende) ist kein historisches, sondern ein symbolisches Datum. Die Christen feierten den Geburtstag Jesu, des Herrn, am heidnischen Festtag des "sol invictus", des unbesiegbaren Sonnengottes. Sie setzten so dem heidnischen Sonnengott die wahre Sonne, das wahre  Licht der Welt Christus, entgegen.

 

Der Weihnachtsfestkreis dauert bis zum Fest der Taufe Jesu, am Sonntag nach dem Fest der Erscheinung des Herrns (Epiphanie).

Der Osterfestkreis beginnt mit dem Aschermittwoch und endet mit dem Pfingstfest. Am Aschermittwoch beginnen unter dem Zeichen der Asche die Heiligen 40 Tage  vor Ostern, die geprägt sind vom Bemühen um Umkehr, Buße und Versöhnung. Auch Fasten, Beten und bewusst Gutes tun gehört zur Vorbereitung auf das Osterfest. Ziel ist, das eigene Leben unter die Lupe zu nehmen und es wieder neu auf Gott und die Mitmenschen auszurichten. Übrigens: Vom Fasten sind die Sonntage (Tag der Auferstehung!) ausgenommen.

 

Die Karwoche, die sogenannte „Heilige Woche“, umfasst acht Tage. „Kar“ steht für Trauer. Die Woche beginnt mit dem Palmsonntag, der an den Einzug Jesu in die Stadt Jerusalem erinnert. Höhepunkt der Heiligen Woche und des ganzen Kirchenjahres sind die Heiligen drei Tage (Triduum sacrum) vom Leiden und Sterben, von der Grabesruhe und der Auferstehung Jesu.

 

Der Gründonnerstagabend erinnert an das letzte Abendmahl, die Fußwaschung und die Todesangst Christi am Ölberg. Er bildet den Auftakt zum ersten Tag im Triduum, dem Karfreitag. Übrigens leitet sich „Grün“ von „greinen“ ab und steht für „weinen“. Der Karfreitag gedenkt des Leidens und Sterbens Christi. Die Passionsgeschichte und die Kreuzverehrung sind die wesentlichen Bestandteile der Karfreitagsliturgie. Am Karsamstag (2. Tag im Triduum) gedenken wir der Grabesruhe Jesu. Die Osternacht feiert das große Pascha Jesu, seinen Übergang vom Tod zum Leben, aus dem Dunkel in das Licht, von der Enge in die Weite, die Auferstehung. Es beginnt der Ostermorgen (3. Tag). 

 

Als Osterzeit wird die Zeitspanne von 50 Tagen zwischen dem Ostermorgen und Pfingsten bezeichnet. Nach den ersten 40 Tagen wird Christi Himmelfahrt und an Pfingsten die Aussendung des Heiligen Geistes gefeiert.

 

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