Im Gespräch mit Reinhard Häusle

der Allrounder in unserer Pfarre

"Kein ganz besonderes, herausragendes Erlebnis, aber ganz viele schöne Erfahrungen"

Er begegnet uns im Dorf und in der Kirche in den unterschiedlichsten Diensten, im Ministrantengewand am Altar, bei der Eucharistiefeier als Kommunionhelfer, als Sänger beim Geistreichchor, seit den letzten PGR-Wahlen als neuer PGR-Vorsitzender und seit einigen Wochen nun auch als Wortgottesdienstleiter.

 

Der gelernte Maschinenbau - Techniker, ist bereits seit 1968 in den Diensten der Pfarre Altenstadt. Zu diesem Zeitpunkt startete er unter Pfarrer Gottfried Schratz seine Ministrantenlaufbahn. Als Ministrant ist er der Pfarre durchgehend bis heute treu geblieben.

 

 

Bei den PGR-Wahlen 2012 wurdest du in den Pfarrgemeinderat gewählt und dort in weiterer Folge zum Vorsitzenden ernannt. Worin siehst du die Aufgaben eines PGR und im Besonderen deine als Vorsitzender?

 

Wir sind 10 verschiedene Personen mit 20 Augen und Ohren. Jeder von uns hat andere Fähigkeiten. Jeder von uns hat seine eigene Vorstellung von Kirche, Glaube und Gottesdienst. Wenn wir in der Gemeinde unterwegs sind, hören und sehen wir auch viele Dinge. Das, was uns selber und in unserer Pfarre auffällt, tragen wir dann als Besprechungsthema in die PGR-Runde. Dort wird darüber beraten und überlegt, ob etwas verändert werden soll. Was im derzeitigen PGR vielleicht etwas fehlt, ist die ältere Generation. Wir werden aber trotzdem versuchen auch die Anliegen der älteren Generation zu beachten. Ich sehe die Aufgabe eines PGR auch darin, dass ein Pfarrer die Möglichkeit eines Meinungsaustauschs hat. Wir müssen schauen, wie wir eine Kirche schaffen können, in der sich junge Menschen, Familien mit Kindern und Senioren wohl und getragen fühlen. Besonders zu beachten sind Menschen, die sich ein paar Schritte von unserer Pfarrgemeinde entfernt haben. Vielleicht gelingt es uns Brücken zu bauen, damit diese wieder den Weg zurück finden. Meine Aufgabe als Vorsitzender sehe ich darin, dass jede Meinung ernst genommen wird.

 

Wortgottesdienstleiter – eine ganz neues Betätigungsfeld. Was fasziniert dich daran?

 

Die Bibel interessiert mich, da die Texte heute genauso aktuell sind wie damals. Beim Durchlesen einer Bibelstelle markiere ich, was mich freut oder daran stört. Dann überlege ich, was der Text uns heute sagen will. Wenn mir das gelingt merke ich, dass die Texte mich ansprechen und mir von Innen Kraft geben. Mir scheint es wichtig, dass die Gemeinde auch ohne Priester zusammenkommt und betet, daher habe ich mich entschieden, die Ausbildung zum Wortgottesdienstleiter zu machen. Es soll ja so sein, dass sich die Menschen beim Gebet in der Kirche wohl fühlen, deshalb bin ich immer offen für Anregungen. Ich möchte einfach das weitergeben, wo mir mein Glaube hilft und Freude bereitet, die Gottesliebe und das Gefühl, so wie ich bin angenommen zu sein. Das ist einfach ein lässiges Gefühl.

 

Ein herzliches Dankeschön an Reinhard Häusle, der sich viel Zeit genommen hat und mit uns dieses interessante Gespräch geführt hat.

 

Das Team Öffentlichkeitsarbeit der Pfarre Altenstadt