Im Gespräch mit

Harald Ess und Dietmar Walser

„Wir hoffen, dass das neue Pfarrzentrum von der Bevölkerung angenommen und im richtigen Maße genutzt wird.“

Unter Pfarrer Gottfried Schratz waren Harald Ess und Dietmar Walser als Ministranten tätig. Die beiden schwärmen heute noch von den tollen Ministrantenausflügen, die sie erlebt haben. Ausflüge nach Salzburg, Strassburg und an viele andere Orte – gewaltige Reisen für die damalige Zeit, auf denen sie viel kennengelernt und erlebt haben. Als Ministrant blieb Harald der Pfarre bis zu seiner Heirat und Dietmar bis zum Beginn seines Studiums in Innsbruck treu.

 

Heute ist Dietmar beruflich als selbständiger Architekt, Harald als Bautechniker beim Land Vorarlberg tätig. Seit mehreren Jahren sind beide in die verschiedenen Planungsvarianten und nun in die Umsetzung des neuen Pfarrzentrums (PZ) involviert. Dabei ist Dietmar für die gesamte Planung des Gebäudes zuständig. Durch seine Mitgliedschaft im Pfarrkirchenrat, seit 1995, ist Harald für die Verwaltung des pfarrlichen Vermögens, u.a. für die Gebäude, Friedhof und Grundstücke zuständig. Derzeit steht jedoch das PZ an allererster Stelle. Der Bau schreitet rasch voran und die Planung der Eröffnungsfeierlichkeiten im Jänner 2013 laufen auf Hochtouren. Kurz vor Fertigstellung des neuen PZ wünschen sich die Beiden nun, dass das neue Pfarrzentrum von der Bevölkerung angenommen und im richtigen Masse genutzt wird.

 

Wann hat man sich erstmalig mit der Idee beschäftigt, dass aus dem PGH etwas Neues entstehen soll? Welche Varianten gab es?

Das Pfarrgemeindehaus wurde 1970 erbaut und in den Folgejahren intensiv für die verschiedensten Veranstaltungen (Gruppenstunden, Ausstellungen, Tanzveranstaltungen, usw.) genutzt. Es war ein Treffpunkt im Dorf. Im Jahr 1996 wurde dann erstmalig im Pfarrkirchenrat darüber gesprochen, dass das PGH saniert werden soll, um die vorhandenen Räume besser nutzen zu können. Im Jahr 1997 war dann jedoch die Sanierung der Martinskapelle dringlicher. In den Jahren 1998/99 stand die Sanierung des Pfarrhofs an. Im Jahr 2000 wurde dann wieder das Thema PGH aufgenommen. In den folgenden Jahren wurden die verschiedensten Varianten durchdacht und Entwürfe erstellt. Das heißt, bereits vor über 10 Jahren lagen die ersten Planungsvarianten vor. Von der Sanierung bis hin zum Abriss und Neuaufbau des PGH war die Rede. Zwischenzeitlich gab es auch wieder Jahre in denen es ruhiger um diese Angelegenheit wurde. Ab 2007 liefen wieder vermehrt Gespräche und intensivere Planungen. Kooperationen mit sozialen und privaten Wohnbauträgern (Kombination aus Veranstaltungsgebäude und Wohnungen) sowie mit der Stadt Feldkirch (Anbau zur Volksschule) wurden angedacht. In allen Fällen konnten jedoch nicht die gewünschten positiven Ergebnisse für beide Kooperationsseiten erzielt werden. Eine Kombination PZ mit Wohnungen würde immer für Konfliktpotential sorgen. Diese Varianten wurden somit schlussendlich zur Seite gelegt. Eine Variante wurde dann schließlich noch beim öffentlichen Parkplatz gegenüber der Kirche geplant. Diese kam dann bekanntlich nicht zur Umsetzung. Als sich somit schlussendlich eine Sanierung oder ein Neubau am ursprünglichen Ort als optimalste Lösung erwies, ging es im Jahr 2011 dann Schlag auf Schlag. Genaue Kalkulationen haben bestätigt, dass eine umfangreiche Sanierung keinen finanziellen Vorteil bringen würde. In der Raumgestaltung und Nutzung hätten bei gleichen Kosten zu viele Kompromisse eingegangen werden müssen. Nach Vorliegen der Pläne für den PZ-Neubau wurden die notwendigen Beschlüsse im PKR gefasst, Ausschüsse gegründet, die erforderlichen Genehmigungen eingeholt sowie die Bevölkerung in die Planung eingebunden. Das tolle Ergebnis einer langen und intensiven Zeit seht nun beinahe fertig an jenem Ort, an welchem noch vor einem Jahr unser PGH stand.

 

Wir danken Dietmar und Harald recht herzlich, dass sie trotz „Endspurt beim Bau des neuen PZ“ dieses nette und interessante Gespräch mit uns geführt haben.

 

Das Team Öffentlichkeitsarbeit der Pfarre Altenstadt