Besinnungsabend mit Pfarrer Dr. Hubert Lenz

  

Vortrag von Pfr. Hubert Lenz am 28.2.2013 um 20.00 Uhr im neuen Pfarrzentrum in Altenstadt

 

Wege der Umkehr, Buße und Versöhnung

 

 

Am Anfang steht die Liebesbeziehung zwischen Gott und Menschen.

In der Taufe feiern wir, dass Gott uns angenommen hat als seine geliebten Töchter und Söhne.

Brüchigkeit der Liebesbeziehung durch Sünde und Schuld

Zur schweren Sünde gehören drei Momente:

eine schwerwiegende Sache, klare Erkenntnis (ich muss wissen, was ich tue) und freie Zustimmung (freiwillig).

 

Negative Formen der „Schuldentlastung“

Die negativen Formen der Schuldentlastung sind die verschiedenen Arten der Verdrängung.

  1. Übertönen von Schuld mit Lärm und Betriebsamkeit
  2. Das süße Gefühl der Befriedigung, wenn man von den schlechten Seiten des anderen hört (Tratschen – Klatschblätter – Krimis)
  3. ständiges Kritisieren und das Hineinprojezieren von eigener Schuld in den anderen.
  4. Zerreden von Schuld
  5. Trend der bequemen Anpassung an die moderne Gesellschaft
  6. Verführen zur Schuld und auch Sündenbock

 

Positive Form(en) der Schuldentlastung: der christliche Weg

Kehr um und glaub an das Evangelium!    

UMKEHREN >> sich umdrehen und wieder auf Gott zu gehen

(in sich gehen, nachdenken und erkennen, dazustehen (quod non acceptum, noch sanatum > was nicht angenommen und ausgesprochen wird, kann nicht geheilt/vergeben werden), bereuen, Formen der Versöhnung

Unterschiedliche Sünden brauchen unterschiedliche Formen der Vergebung

 

Schwierigkeiten und Notwendigkeit der Beichte

Bei allen Problemen (z.B. lebensfremde Beichtspiegel, mangelndes Sündenbewusstsein (das andere Extrem zu früher), Häufigkeit, Druck von der Kirche, Koppelung von Beichte und Kommunionempfang, kurzer Ritus (ohne Umkehr, Buße und Versöhnung), die aufgegebene Buße) ist die Beichte bei schwerer Schuld notwendig, aber auch sonst sinnvoll.

Einladung zur Beichte oder Beichtgespräch!!

z.B. als General“überholung“ des Lebens

 

Verschiedene Möglichkeiten der Vergebung von „leichten“ Sünden

(sonntägliche) Messfeier: Bußakt, Evangelium, Worte bei der Wandlung und Kommunion, Friedensgruß, Kommunionempfang

Taufgedächtnis in der So-messe, Weihwassernehmen, Wortgottesdienst, Lesen der Heiligen Schrift, Tagzeitenliturgie, klassische Trias: Teilen, Beten und Fasten, Werke der Nächstenliebe, Kreuzweg, Wallfahrt / Pilgerfahrt …

und der neue Weg der Umkehr, Buße und Versöhnung

 

Weg der Umkehr, Buße und Versöhnung als Weg mit zwei Stationen

Bußgottesdienst am Aschermittwoch

Versöhnungsgottesdienst vor der Heiligen Woche,

damit wir dann als Versöhnte das Paschageschehen – Jesu Leiden, Tod und Auferstehung – feiern können.

Dazwischen gilt es auf verschiedene Art und Weise umzukehren, Buße zu tun und sich zu versöhnen.  

 

Bei allen Formen der Vergebung, es geht schlussendlich darum, die Beziehung zu Gott wieder auf Vordermann /Vorderfrau zu bringen.

 

Fotos zum Besinnunsabend finden Sie in unserer Bildergalerie!